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Количественный аспект языковой нормы и узуса. Учёт в переводе различий частотных характеристик речи




Языковые и речевые нормы отличаются друг от друга не только в качественном, но и в количественном аспекте. Подсчёты показывают, что нередко та или иная категория языковых средств в текстах на разных языках встречаются с разной частотой. Так, например, в немецкой речи в два раза чаще, чем в русской, употребляются модальные глаголы.

Такие различия необходимо учитывать в переводе. Без этого переводной текст приобретает неестественное, звучание (своего рода иностранный лексико-грамматический «акцент»), что, разумеется, отрицательно сказывается на эквивалентности его восприятия. Потому, скажем, при переводе с немецкого на русский необходимо приблизительно половину немецких предложений с модальными глаголами переводить, используя не модальные глаголы, а иные средства русского языка. Сравните:

1. Die Erfahrungen des zweiten Weltkrieges sollen nicht vergessen werden.Нельзя забывать опыт второй мировой войны.

2. Du hättest vorsichtiger sein müssen. Тебе надо было быть (следовало быть) осторожнее.

3. Es dürfte nicht schwer sein, das zu beweisen.Пожалуй, не составит труда доказать это.

4. Mit diesem neuen Gesetz sollen bessere Bedingungen für neueInvestitionen geschaffen werden.

Цель этого нового закона - создать более благоприятные условия для новых инвестиций.

Обходиться в русском переводе без модальных глаголов помогают некоторые русские грамматические конструкции со значением модальности, сравните:

1. Was soll ich sagen? Ich bin ratlos.Что мне сказать? Я в нерешительности.

2. Unbegreiflich. Was ein Mensch doch träumen kann. Непостижимо! Чего только не приснится человеку!

В русском языке есть также грамматические формы, передающие в какой-то степени значение, несомое немецкими модальными глаголами:

Das wollten Sie wissen? Nun will ich es Ihnen sagen. Так вы это хотели узнать? Что же, я вам отвечу.

(Здесь будущее время глагола совершенного вида в какой-то мере передаёт модальность, выражаемую глаголом wollen).

Иногда модальность, обозначаемая немецким глаголом, в русском языке может быть выражена смыслом всего русского высказывания.

Сравните:

Auch der schönste Sommer muß einmal ein Ende haben. Даже самое чудесное лето когда-то кончается.

Всё сказанное про перевод немецких высказываний с модальными глаголами можно обобщить следующим образом: учитывая различную частотность модальных глаголов в немецком и русском языках, переводчик должен там, где это возможно, переводить немецкие высказывания с модальными глаголами не с помощью аналогичных русских глаголов, а с помощью иных (лексических и грамматических) средств, при подборе которых следует ориентироваться на русские нормы.

А возвращаясь к более широкой проблематике учёта количественного аспекта языковой нормы и узуса в переводе, необходимо сказать следующее: из-за различий языковых систем, норм и узусов переводчик не всегда может добиться узуальной адекватности на небольшом отрезке текста (перевести узуальное немецкое выражение столь же узуальным русским) Поэтому задача переводчика состоит не столько в том, чтобы ПТ был равноузуален каждому отрезку ИТ, сколько в том, чтобы ПТ в целом по своей узуальности (количеству узуальных средств выражения) приближался к ПТ.

Задание 25

Учитывая различную частотность немецких и русских модальных глаголов, переведите следующий текст об истории прокладки первого телеграфного кабеля между Европой и Америкой. (Переводя, помните также о правилах построения тема-рематической цепочки.)

Wenige Jahre nach der Einführung des Landtelegraphen wird das Guttapercha entdeckt als der geeignete Stoff, elektrische Leitungen im Wasser zu isolieren; nun kann man beginnen, das wichtigste Land jenseits des Kontinents, England, an das europäische Telegraphennetz anzuschließen. Ein Ingenieur, namens Brett, legt das erste Kabel zwischen dem kontinentalen Europa und England. Ein englischer Ingenieur, namens Gisborne, der im Jahre 1854 ein Kabel von New York nach Neufundland legen will, muß mitten im Werke innenhalten, weil seine finanziellen Mittel erschöpft sind. So reist er nach New York, um dort Finanzleute zu finden. Dort stößt er durch blanken Zufall, diesen Vater so vieler ruhmreicher Dinge, auf einen jungen Menschen, Cyrius W. Field, einen Pastorensohn, dem in geschäftlichen Unternehmungen so viel und so rasch geglückt ist, daß er sich bereits in jungen Jahren mit einem großen Vermögen ins Privatleben zurückziehen konnte. Wo der Fachingenieur Gisborne nur auf das unmittelbare Ziel blickt, New York an Neufundland anzuschließen, sieht der junge, begeisterungsfahige Mensch sofort weiter. Warum nicht gleich dann Neufundland durch ein Unterseekabel mit Irland verbinden? Mit unwahrscheinlicher Energie macht sich Cyrus W. Field ans Werk. Für die eigentliche technische Durchführung gibt es keinerlei Vorbild. In ähnlichen Dimensionen ist im neunzehnten Jahrhundert noch nie gedacht und geplant worden. Denn wie diese Überspannung eines ganzen Ozeans vergleichen mit der Überbrückung jenes schmalen Wasserstreifens zwischen Dover und Calais? Bei Kabellegung im Kanal konnte man in Ruhe einen besonders stillen Tag abwarten. Innerhalb eines einzigen Tages konnte bequem die Verbindung geleistet werden. Während einer Überfahrt aber, die zum mindesten drei Wochen ständiger Fahrt voraussetzt, kann eine hundertfach längere, hundertfach gewichtigere Spule nicht offen auf Deck allen Unbilden der Witterung ausgesetzt bleiben. Kein Schiff der damaligen Zeit ist außerdem groß genug, um in seinem Laderaum diesen gigantischen Kokon aus Eisen, Kupfer und Guttapercha aufnehmen zu können, keines mächtig genug, um diese Last zu ertragen. Zwei Schiffe zumindest sind vonnöten, und diese Hauptschiffe müssen wieder begleitet sein von anderen, damit der kürzeste Kurs genau eingehalten und bei Zwischenfällen Hilfe geleistet werden könne. Zwar stellt die englische Regierung für diesen Zweck die «Agamemnon» bei, eines ihrer größten Kriegsschiffe, und die amerikanische Regierung die «Niagara», eine Fünftausendtonnen-Fregatte (damals das gewaltigste Ausmaß). Aber beide Schiffe müssen erst eigens umgebaut werden, um jedes die Hälfte der endlosen Kette, welche zwei Erdteile miteinander verbinden soll, in sich zu verstauen. Unausdenkbare Anforderung ist an diese gigantische Nabelschnur zwischen zwei Welten gestellt. Denn dieses Kabel muß einerseits fest und unzerreißbar sein wie ein stählernes Tau und gleichzeitig elastisch bleiben, um leicht ausgelegt werden zu können. Es muß massiv sein und doch so exakt, um die leiseste elektrische Welle über zweitausend Meilen hinüberschwingen zu lassen. Der kleinste Riß, die winzigste Unebenheit kann schon die Übermittlung auf diesem Vierzehn-Tage-Wege zerstören. Konstruiert müssen auch die Maschinen, die in einem Zug eine Woche, zwei Wochen, drei Wochen lang ununterbrochen das Kabel hinabsenken sollen in die Tiefe des Weltmeeres. Endlich ist alles zur Abfahrt bereit... Vom Strande winken Tausende Hände und Hüte. Langsam verdämmert das Land. Einer der kühnsten Träume der Menschheit versucht, Wirklichkeit zu werden.



Aber der erste Versuch mißlingt. Ein kleiner technischer Fehler hat die Arbeit von Jahren vernichtet. Als Besiegte kehren die so verwegen Ausgefahrenen nach England zurück.

Cyrus Field, der einzig Unerschütterliche, Held und Kaufmann zugleich macht Bilanz. Was ist verloren? Dreihundert Meilen Kabel, etwa hunderttausend Pfund des Aktienkapitals und, was ihn vielleicht noch mehr bedrückt, ein ganzes, ein unersetzliches Jahr. Auf dem anderen Blatt steht ein kleiner Gewinn. Man hat ein gutes Stück praktischer Erfahrung bei diesem ersten Versuch gewonnen. Das Kabel selbst, das sich als tauglich erwiesen, kann aufgewickelt werden und für die nächste Expedition verstaut. Geändert müssen nur die Auslegemaschinen, die den verhängnisvollen Bruch verschuldet haben.

Erst am 10. Juni 1858 können, mit neuem Mut und dem alten Kabel befrachtet, dieselben Schiffe wieder ausfahren. Die ersten Tage dieser neuen Reise vergehen bedeutungslos. Erst am siebenten Tag soll ja an der vorher berechneten Stelle die Kabellegung und damit die eigentliche Arbeit beginnen.

Bishin ist oder scheint alles eine Spazierfahrt. Die Maschinen stehen unbeschäftigt, die Matrosen können noch rasten und sich des freundlichen Wetters erfreuen.

Aber am dritten Tage fühlt der Kapitän der «Agamemnon» heimliche Unruhe. Ein Blick auf das Barometer hat ihm gezeigt, mit welcher beängstigenden Geschwindigkeit die Quecksilbersäule sinkt. Ein Unwetter besonderer Art muß im Anzug sein, und tatsächlich bricht am vierten Tage ein Sturm los, wie ihn selbst die erprobtesten Seeleute im Atlantischen Ozean nur selten erlebt. Am verhängnisvollsten trifft dieser Orkan gerade das englische Auslegeschiff, die «Agamemnon». An sich ein vortreffliches Fahrzeug, das auf allen Meeren die härtesten Proben bestanden, müßte das Admiralsschiff der englischen Marine auch diesem schlimmen Wetter gewachsen sein. Aber unseligerweise ist das Schiff für die Kabellegung völlig umgebaut worden, um die riesige Last in sich bergen zu können. Nicht wie auf einem Frachtschiff konnte man hier das Gewicht nach allen Seiten gleichmäßig auf den Laderaum verteilen, sondern in der Mitte lastet das ganze Gewicht der riesigen Spule. So kann das Unwetter gefährliches Spiel mit seinem Opfer treiben. Die «Agamemnon» übersteht nach unsäglichen Prüfungen den zehntägigen Sturm und kann trotz starker Verspätung die anderen Schiffe an der vereinbarten Stelle des Weltmeeres wiederfinden, an der die Kabellegung beginnen soll. Aber jetzt zeigt sich erst, wie sehr die kostbare und empfindliche Fracht der tausendfach verschlungenen Drähte durch das fortwährende Schlendern gelitten hat. Zum zweitenmal heißt es die Flagge streichen und rühmlos heimkehren statt im Triumph. Erst im vierten Anlauf nach vielen harten Prüfungen gelingt es Cyrus W. Field im Jahre 1866 sein großes Vorhaben zu verwirklichen. (Nach St. Zweig)

Задание 26

а) Посчитайте количество модальных глаголов в тексте к заданию № 25 и в тексте перевода. Определите их соотношение. Приближается ли оно к соотношению 2 : 1?

б) Определите, какими из перечисленных в комментарии приемами вы пользовались в отношении немецких модальных глаголов.





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